Was ist CMDbrux?

CMDbrux® ist das CMDfact-Modul zur Befundung und Auswertung von Bruxismus und Zahnverschleiß. In Ihrer Praxis nutzen Sie CMDbrux® gleich für drei Leistungen:

  • Bruxismus Screening Index (BSI) der DGFDT zur Identifikation
  • Zahnverschleiß-Screening, um Patienten mit erhöhter Zahnverschleißrate zu identifizieren
  • Zahnverschleiß-Status um fortgeschrittenen Zahnverschleiß Zahn bezogen zu erfassen und strukturiert auszuwerten sowie erforderliche restaurative Behandlungen zu planen – per Mausklick.

Bruxismus

Im ersten Reiter wertet CMDbrux das modernste Untersuchungsverfahren zur Erkennung von Bruxismus in der Praxis aus: Den Bruxismus Screening Index (BSI) der Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie (DGFDT).
Seit die Bruxismus-Leitlinie Bruxismus neben die CMD gestellt hat, ergänzt der Bruxismus Screening Index die Funktionsdiagnostik. Sie können damit in Ihrer Praxis prüfen, ob Ihr/e Patient/in wahrscheinlich unter Bruxismus leidet – oder nicht. Klinisch ermöglicht das die Beurteilung, ob Behandlungstechniken zur Dämpfung von Bruxismus indiziert sind. Und restaurativ ist dies wichtig, um ggf. für Bruxismus-Patienten geeignete Restaurationsmaterialien auszuwerten.


Zahnverschleiß

Erwachsene verlieren in der Gebrauchsperiode Ihrer bleibenden Zähne ca. 1 mm Zahnhartsubstanz im OK; im UK sind es 1,5 mm. Bei pathologischem Zahnverschleiß ist die Verlustrate bis zum 30fachen erhöht: Die Betroffenen verlieren in zwei Jahren so viel Zahnhartsubstanz wie andere in ihrem ganzen Erwachsenenleben!

Aus verschiedenen Ursachen nimmt die Inzidenz von pathologischem Zahnverschleiß zu, besonders bei jüngeren Menschen. In der Praxis ist es daher wichtig, erhöhten Zahnverschleiß schnell und sicher zu erfassen und die funktionellen Folgeschäden zu erkennen. Hierfür ist an der Universität Amsterdam und im CMD-Centrum Hamburg-Eppendorf das Tooth Wear Evaluation System (TWES 2.0)entwickelt und veröffentlicht worden (Wetselaar, Wetselaar-Glas, Katzer und Ahlers).

Der Untersuchungsablauf ist dabei zweistufig:

  • Das Zahnverschleiß-Screening ermöglicht die Erfassung, ob begründete Anhaltspunkte für erhöhten Verschleiß vorliegen; die Untersuchung erfolgt pro Sextant.
  • Der Zahnverschleiß-Status ermöglicht die differenzierte Diagnostik mit detaillierter Befundung aller Einzelzähne und Feststellungen zur Ursache des Zahnverschleißes und dessen Krankheitswert; die Untersuchung erfolgt bei auffälligen Screening-Werten.

Ist das Ergebnis ein erheblicher oder schwerer Zahnerschleiß (Grad 3 oder 4) und ist dieser Zahnverschleiß pathologisch, begründet dies restaurative Maßnahmen zum Zahnerhalt. Für die Bewertung, ob der Zahnverschleiß pathologisch ist, werden zudem weitere Symptome erfasst und ausgewertet. Wichtig ist in dem Fall zudem der Abgleich des Zahnverschleißes mit den aktuellen Funktionsbefunden.

Wissenschaftliche Anerkennung

Die Originalpublikationen wurden nach einem Gutachterverfahren in hochrangigen internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht und sind wissenschaftlich anerkannt.

Wetselaar P, Lobbezoo F: The tooth wear evaluation system A modular clinical guideline for the diagnosis and management planning of worn dentitions. J Oral Rehabil. 2016 Jan;43(1):69-80.
Wetselaar P, Wetselaar-Glas MJ, Koutris M, Visscher CM, Lobbezoo F: Assessment of the amount of tooth wear on dental casts and intra-oral photographs. J Oral Rehabil. 2016 Aug;43(8):615-20.
Loomans B, Opdam N, Attin T, Bartlett D, Edelhoff D, Frankenberger R, Benic G, Ramseyer S, Wetselaar P, Sterenborg B, Hickel R, Pallesen U, Mehta S, Banerji S, Lussi A, Wilson N: Severe Tooth Wear European Consensus Statement on Management Guidelines. J Adhes Dent. 2017;19(2):111-119. doi: 10.3290/j.jad.a38102.
Sterenborg BAMM, Bronkhorst EM, Wetselaar P, Lobbezoo F, Loomans BAC, Huysmans MDNJM: The influence of management of tooth wear on oral health-related quality of life. Clin Oral Investig. 2018 Sep;22(7):2567-2573

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